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Haushaltsbudget für Lebensmittel ohne Excel im Blick
Monatliche Lebensmittelausgaben nach Kategorie verfolgen, mit dem Vormonat vergleichen und die teuersten Produkte finden, ganz ohne Tabellenkalkulation.
· 3 Min. Lesezeit
Viele Haushalte wissen ungefähr, was Miete und Strom kosten. Bei Lebensmitteln wird es unscharf. Ein Wocheneinkauf hier, ein schneller Gang zum Bäcker dort, zwischendurch Drogerie und Getränkemarkt: Am Monatsende ist schwer zu sagen, wie viel tatsächlich in den Einkaufswagen geflossen ist.
Warum die Tabelle meistens scheitert
Die klassische Lösung ist eine Tabelle in Excel oder Google Sheets. Sie funktioniert, solange man diszipliniert ist. In der Praxis passiert oft Folgendes:
- Man trägt nur die Summe des Bons ein, nicht die einzelnen Positionen.
- Kleine Einkäufe werden vergessen.
- Kategorien werden nach ein paar Wochen uneinheitlich.
- Nach dem zweiten Monat bleibt die Tabelle liegen.
Das Problem ist nicht die Tabelle, sondern das Abtippen. Alles, was du brauchst, steht schon auf dem Kassenbon.
Welche Zahlen wirklich helfen
Für ein Lebensmittelbudget brauchst du keine Buchhaltung. Ein paar Kennzahlen reichen:
| Kennzahl | Wozu |
|---|---|
| Ausgaben diesen Monat | Wo stehe ich gerade? |
| Ausgaben letzten Monat | Ist das mehr oder weniger als sonst? |
| Differenz | Wie groß ist die Abweichung in Euro? |
| Ausgaben nach Kategorie | Wohin fließt das Geld? |
| Top-Produkte | Welche Einzelprodukte kosten am meisten? |
| Häufigstes Geschäft | Wo kaufe ich eigentlich ein? |
Ein Beispielmonat
Angenommen, ein Zwei-Personen-Haushalt kommt auf folgende Ausgaben:
| Kategorie | September | Oktober |
|---|---|---|
| Obst und Gemüse | 78 € | 85 € |
| Milchprodukte und Eier | 52 € | 49 € |
| Brot und Backwaren | 34 € | 41 € |
| Fleisch und Fisch | 61 € | 58 € |
| Getränke | 39 € | 47 € |
| Drogerie und Haushalt | 44 € | 42 € |
| Summe | 308 € | 322 € |
Insgesamt sind es 14 € mehr. Die Aufschlüsselung zeigt aber, dass vor allem Backwaren und Getränke zugelegt haben, während Milchprodukte und Fleisch sogar etwas günstiger waren. Mit dieser Information kannst du gezielt hinschauen, statt pauschal „weniger auszugeben”.
Mehr ausgegeben heißt nicht unbedingt teurer
Wenn die Monatssumme steigt, gibt es zwei mögliche Gründe:
- Die Preise sind gestiegen. Du kaufst dasselbe, zahlst aber mehr.
- Du hast mehr oder anderes gekauft. Etwa Besuch, ein Geburtstag oder einfach eine Woche mit mehr Kochen.
Die Monatsübersicht allein trennt das nicht. Dafür gibt es den Preisverlauf pro Produkt und den persönlichen Warenkorbindex, der nur Preisänderungen bei gleichen Produkten misst. Mehr dazu in Persönliche Inflation berechnen.
Top-Produkte: kleine Posten, große Wirkung
Ein Blick auf die Produkte mit den höchsten Ausgaben im Monat überrascht oft. Es sind selten die teuren Einzelkäufe, sondern Dinge, die man ständig kauft: Kaffee, Käse, Getränke, Brot vom Bäcker. Ein Produkt für 3 €, das du zweimal pro Woche kaufst, kostet rund 26 € im Monat.
Gerade bei diesen Produkten lohnt es sich, den Grundpreis zu kennen. Wie du ihn vergleichst, steht in Grundpreis vergleichen.
Tipps für ein Budget, das hält
- Jeden Bon erfassen, auch den kleinen. Gerade die kleinen Einkäufe machen die Lücke aus.
- Online-Bestellungen nicht vergessen. Rechnungen als PDF lassen sich ebenfalls importieren, siehe E-Rechnung als PDF importieren.
- Erst beobachten, dann Ziele setzen. Zwei, drei Monate Daten sagen mehr als ein Budget aus dem Bauch.
- Auf Kategorien schauen, nicht nur auf die Summe.
Was Tasarruf nicht ist
Tasarruf ist ein Werkzeug für deine Einkäufe, keine Buchhaltung. Es gibt keine Konten, keine Bankverbindung und keine Rechnungsstellung. Die App zeigt dir, was auf deinen Kassenbons steht, übersichtlich aufbereitet.
Wie Tasarruf dabei hilft
Tasarruf liest deine Kassenbons aus und zeigt dir ohne Tabelle, wie viel du diesen Monat ausgegeben hast, wie viel im letzten Monat und die Differenz. Dazu kommen Ausgaben nach Kategorie, die Produkte mit den höchsten Ausgaben und das Geschäft, in dem du am häufigsten einkaufst. Preisverlauf und Monatsübersicht sind immer kostenlos. Mehr auf der Startseite.