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Regalpreis oder bezahlter Preis: was kostet es wirklich?

Rabatte und Aktionszeilen auf dem Kassenbon ändern, was du pro Stück oder kg wirklich bezahlst. So rechnest du den bezahlten Grundpreis richtig aus.

· 3 Min. Lesezeit

Am Regal steht 2,49 €. Auf dem Kassenbon steht 2,49 € und darunter eine Zeile mit −0,50 €. Was hat das Produkt jetzt gekostet? Die Antwort ist wichtiger, als sie aussieht, denn sie entscheidet darüber, ob ein Angebot wirklich eins war und wie sich ein Preis über die Zeit entwickelt.

Zwei Preise für ein Produkt

Für jede Position auf einem Kassenbon gibt es zwei sinnvolle Preise:

  • Regalpreis: der ausgezeichnete Preis, so wie er in der Zeile des Produkts steht.
  • Bezahlter Preis: was nach allen Rabatten tatsächlich für diese Position übrig bleibt.

Beide sind nützlich. Der Regalpreis zeigt, wie das Geschäft das Produkt bepreist. Der bezahlte Preis zeigt, was es dich gekostet hat.

Wie Rabatte auf Kassenbons aussehen

Rabatte erscheinen auf Bons in verschiedenen Formen:

  • Direkt unter der Position, etwa „Rabatt −0,50”
  • Als Sammelzeile am Ende, etwa „Aktion” oder „Coupon”
  • Bei Mehrfachangeboten als Abzug auf die zweite oder dritte Packung

Auf türkischen Kassenbons heißen solche Zeilen zum Beispiel İNDİRİM (Rabatt) oder KAMPANYA (Aktion). Tasarruf erkennt diese Zeilen und behandelt sie als Abzüge, nicht als eigene Produkte.

Beispiel 1: Rabatt auf eine Position

Du kaufst 1 kg Äpfel für 2,49 €, darunter steht ein Rabatt von −0,50 €.

Regalpreis Bezahlt
Positionsbetrag 2,49 € 1,99 €
Grundpreis 2,49 €/kg 1,99 €/kg

Einfach. Schwieriger wird es, wenn ein Rabatt nicht eindeutig zu einer Zeile gehört.

Beispiel 2: Mehrfachangebot

„3 für 2” bei Nudeln, 500 g zu je 1,29 €. Auf dem Bon stehen drei Packungen zu 1,29 € und eine Zeile −1,29 €.

  • Regalpreis pro Packung: 1,29 €, also 2,58 €/kg
  • Bezahlt für drei Packungen: 2,58 €
  • Bezahlt pro Packung: 0,86 €, also 1,72 €/kg

Der bezahlte Grundpreis liegt ein Drittel unter dem Regalpreis. Wer beim nächsten Einkauf ohne Aktion 1,29 € zahlt, zahlt also nicht „den normalen Preis”, sondern 50 % mehr als beim letzten Mal.

Beispiel 3: Rabatt auf den ganzen Einkauf

Manchmal gibt es einen Rabatt auf den Gesamtbetrag, etwa 2,00 € auf einen Einkauf von 40,00 €. Dann stellt sich die Frage, welchem Produkt dieser Rabatt zuzurechnen ist.

Eine faire Lösung ist, ihn anteilig auf die Positionen zu verteilen. Ein Produkt, das 10 % des Einkaufs ausmacht, bekommt 10 % des Rabatts. Bei einem Käse für 4,00 € wären das 0,20 €, der bezahlte Preis läge bei 3,80 €.

Warum beide Preise getrennt bleiben sollten

Würde man nur den bezahlten Preis speichern, sähe ein Preisverlauf wie eine Achterbahn aus: Jede Aktion wäre ein Tief, jeder normale Einkauf ein Hoch. Würde man nur den Regalpreis speichern, wüsstest du nie, was du durch Angebote wirklich gespart hast.

Mit beiden Werten kannst du unterscheiden:

  1. Steigt der Regalpreis? Dann hat das Geschäft den Preis erhöht.
  2. Steigt nur der bezahlte Preis? Dann hast du diesmal einfach kein Angebot erwischt.

Diese Unterscheidung ist auch bei Shrinkflation hilfreich, weil sich dort der Regalpreis pro kg ändert, obwohl der Packungspreis gleich bleibt.

Und die Rechnung muss aufgehen

Damit Rabatte richtig verteilt werden, muss der Bon vollständig und korrekt gelesen sein. Tasarruf prüft deshalb unter anderem, ob die Summe der Positionen abzüglich Rabatten den Gesamtbetrag ergibt und ob Menge × Einzelpreis zum Zeilenbetrag passt. Stimmt etwas nicht, wird der Bon noch einmal gelesen. Felder, die danach immer noch nicht passen, werden zur Prüfung markiert.

Wie Tasarruf dabei hilft

Tasarruf verteilt Rabatte und Aktionszeilen auf die Positionen deines Kassenbons und speichert für jedes Produkt zwei Grundpreise: den Regalpreis und den tatsächlich bezahlten Preis, jeweils pro kg, Liter oder Stück. So siehst du, ob ein Produkt wirklich teurer geworden ist oder ob nur das Angebot gefehlt hat. Mehr über die Grundlagen in Grundpreis vergleichen und auf der Startseite.